Lohnt sich der Aufwand auf facebook, Instagram und Twitter überhaupt?

Wie nachhaltig und erfolgversprechend sind die Post, Bilder und Beiträge auf den Social Media Kanälen? Diese Frage stellen sich viele Unternehmer und Unternehmerinnen. Der Aufwand soll sich schließlich lohnen, denn man kann auf diesen Kanälen viel Zeit und Mühe investieren und eventuell auch vergeuden.

Auch wenn klar sein sollte, dass der Zugang zum Kunden durch eigene Kanäle am wertvollsten ist, kommt doch niemand an den großen Plattformen wie facebook, Instagram oder Twiter vorbei.

Das Social-Media-Analytics-Tool Rival IQ hat zu diesem Thema Millionen Beiträge auf Social Media Kanälen analysiert.

Für den „Social Media Industry Benchmark Report“ von Rival IQ wurden 12 Industrien: Alcohol, Fashion, Food & Beverage, Health & Beauty, Higher Ed, Home Decor, Hotels & Resorts, Influencers, Media, Nonprofits, Retailers und Sports Teams genauer unter die Lupe genommen. Es wurden insgesamt 1.800 nationale und internationale Unternehmen untersucht und jeweils 150 aus jeder Branche ausgelost.

Alle Unternehmen mussten zum Start auf den Plattformen Facebook, Instagram und Twitter vertreten und aktiv sein und zwischen 25.000 und 1 Million Facebook-Fans haben.

Facebook weit abgeschlagen

Dazu hat Rival IQ sämtliche Interaktionen aus dem Jahr 2018, alle Likes, Shares usw. zusammengerechnet. Aus der Summe von 1,6 Millionen Posts und 424 Millionen Interaktionen auf Facebook, 0,6 Millionen Posts und 1,44 Milliarden Interaktionen auf Instagram und 2,4 Millionen Posts und 130 Millionen Interaktionen auf Twitter wird die so genannte Engagement-Rate ermittelt.

Die Erkenntnisse dieser Untersuchung sind allerdings sehr ernüchternd. Die durchschnittliche Engagement-Rate auf Facebook ist im Vergleich zum Vorjahr 2017 drastisch gesunken. Der durchschnittliche Wert lag 2017 noch bei 1,6 %. In 2018 hat kein Industriezweig diesen Wert erreicht.

Nur die Alkoholbranche kam mit einem Wert von 0.14 Prozent noch am besten weg. Ganz hinten rangiert mit 0,04 Prozent die Modebranche. Facebook hatte 2018 den Algorithmus so verändert, dass Inhalte von Privatpersonen bevorzugt wurden. Somit ist diese Wertverschiebung kein Wunder.

 

Die durchschnittliche Engagement-Rate auf Facebook

Die durschnittliche Engagement Rate auf Facebook. (Quelle: Rival IQ)

 

Instagram ein wenig besser

Auch auf Instagram ist die Engagement Rate im Vergleich zum Jahr 2017 gesunken. Von 1,73 auf 1,6 % Hier hält sich der Verlust aber noch im Rahmen. Eine Branche hebt sich mit fast 4 % deutlich vom Durchschnitt der anderen Branchen ab. Die „Higher End“ (Higher Education) ist wohl aber nur auf dem amerikanischen Markt von Bedeutung, da hier die Aktivitäten an Colleges und Universitäten einen anderen Stellenwert haben als im deutschsprachigem Raum.

Instagram Engagement blueCommerce

Die durschnittliche Engagement Rate auf Instagram. (Quelle: Rival IQ)

 

Der gute alte Newsletter

Der Aufbau eines Newsletter-Verteilers ist sicher die zeitaufwändigste und anstrengendes Methode. Aber wenn man hier eine relevante Anzahl erreicht hat, hat man im Vergleich zu den großen Plattformen einen direkten Zugang zum Kunden.

Die Zahlen von Facebook und Co. lassen sich zwar nicht direkt mit den Öffnungs- und Klickraten eines Newsletters vergleichen, dennoch zeigt sich laut eines Reports von Mailchimp, wie stark dieser Kanal ist.

Hier hat z. B. das Thema „Hobbies“ mit 27,35 Prozent Öffnungs- und 4,78 Prozent Klickrate einen sehr guten Wert erzielt. Den letzten Platz bei den Klickraten belegte mit 1,06 Prozent das Thema „Restaurants“.

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Fazit

Es lohnt sich auf jeden Fall Zeit und Geld in den Aufbau eines Newsletter-Verteilers zu investieren. Natürlich sollte ein Unternehmen auch auf den großen Social-Media Plattformen vertreten sein. Allerdings sollte man hier die Erwartungen auf den gewünschten Erfolg realistisch einschätzen.

Über den Kanal Newsletter kann man auch in der heutigen Zeit gute Erreichbarkeitswerte erzielen.